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 <title>Villa Wittgenstein Oberalm - Thema</title>
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 <description>Auf dieser Seite finden Sie Texte, Bilder und Hinweise zu unterschiedlichen Themen, die Impulse für eine zukünftige Nutzung des Hauses sein können. Die Künstlerin Maria Bussmann hat uns Bilder aus ihrem Zyklus &quot;Drawings to Wittgenstein´s Tractatus&quot; zur Verfügung gestellt. http://www.mariabussmann.org
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 <title>Wiener Kreis, Zentrum, Tangente</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Logisch-Philosophische_Abhandlung.jpg?itok=BJv32hQG&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Logisch-Philosophische_Abhandlung.jpg?itok=BJv32hQG&quot; width=&quot;336&quot; height=&quot;480&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Erstausgabe des &amp;quot;Tractatus&amp;quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Karl Sigmund beleuchtet in „Sie nannten sich Der Wiener Kreis“ die weltweit wohl einflussreichste Denkergruppe des beginnenden 20. Jahrhunderts, in der sich Naturwissenschaftler und Philosophen zusammenfanden.&lt;br /&gt;
29.05.2015 | 18:22 |  Von Rudolf Taschner  (Die Presse) | Print-Ausgabe, 30.05.2015&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Von einem solchen Zauber dürften die ersten Denker Griechenlands beflügelt gewesensein, als sie die von Homer und Hesiod überlieferten Mythen als Fantastereienbrandmarkten, als sie den Aberglauben an Naturmächte und Dämonen verwarfen, als sie sich anschickten, den Kosmos mit dem Denken zu erfassen. Die Vorsokratiker genannten ersten griechischen Naturphilosophen schöpften bar jeder Tradition aus dem Vollen: Vor ihnen gab es niemanden, der ihnen glich. Sie konnten das freie Feld des Denkens nach Gutdünken ungehindert beackern. Allerdings, wie sperriges Gestein im Feld tauchten sogleich Widersprüche auf: Wenn alles fließt, wie Heraklit behauptet, kann es nichts Festes geben, das dem Denken Orientierung verleiht; dem ewigen Wandel ausgeliefert, verliert es an Halt. Wenn alles konstant ist, wie Parmenides behauptet, wennes kein Entstehen, kein Vergehen gibt, sind wir dem Phänomen der Veränderung buchstäblich sprachlos ausgeliefert. Kaum waren die Vorsokratiker den Absurditäten der griechischen Götter mit ihren Intrigen und Heucheleien entflohen, holten sie Widersprüche ein, die anscheinend beim Versuch, den Kosmos denkend zu erfassen, unvermeidlich sind.&lt;br /&gt;
Einen ähnlichen Zauber des Neubeginns muss René Descartes beflügelt haben, als er eines Abends behaglich mit einem Glas Rotwein in der Hand vor dem Kamin saß und sich überlegte, dass alles, was er empfindet, Trugbild oder Traum sein könnte, dass sich an allem zweifeln ließe.&lt;br /&gt;
Und plötzlich fand er den archimedischenPunkt eines neuen Anfangs von Philosophie: Den aus seiner Sicht unwiderlegbaren Satz, dass er sicher zweifelt, wenn er zweifelt. An seinem Zweifel selbst ist nämlich nicht zu zweifeln. Es ist bezeichnend, dass die Vorlesungen in Philosophie an amerikanischen Universitäten üblicherweise nicht bei der Antike oder bei der Scholastik, sondern bei Descartes den Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
Trotzdem blieb der Ansatz des Descartes nicht unwidersprochen. Denn sein Zweifel verlangt als Voraussetzung doch etwas, was zu bezweifeln ist, also kann der Zweifel selbst nicht den Anfang und Ausgangspunkt der Philosophie bilden. Bezweifelt werden Sinneseindrücke, Empfindungen. Darum sei, so behaupten die Empiristen, von ihnen auszugehen. Unabhängig davon, ob sie Wahrheit vermitteln oder täuschen, sind sie es doch, die jedem Denken vorauseilen. Die Rationalisten, die Gefolgsleute des Descartes, verstanden es jedoch gut zu kontern: Wird der Sinneseindruck, die Empfindung zur Sprache gebracht, ist das, worüber man spricht, nicht mehr der Sinneseindruck oder die Empfindung selbst. Wie können diese dann für das Denken den Ausgangspunkt bilden? Und wie einst bei den Vorsokratikern verfangen sich auch die Philosophen der frühen Neuzeit in scheinbar unlösbaren Widersprüchen.&lt;br /&gt;
Es war die Reichshaupt- und Residenzstadt der Doppelmonarchie, wo man Anfang des vorigen Jahrhunderts einen Nachhall dieser Auseinandersetzung vernahm. Mit unerbittlicher Strenge versuchte Ernst Mach, der um 1900 neben Ludwig Boltzmann bedeutendste Physiker und Philosoph an der Universität Wien, als Empirist reinsten Wassers den gesamten Kosmos auf empirische Daten zu reduzieren. Das „Hypotheses non fingo“ des Isaac Newton, den Verzicht auf bloße Annahmen, nahm Mach bitter ernst. Eine dieser Annahmen, die der Erfahrung und dem Experiment vorausgehen, war damals, dass Materie aus Atomen bestünde – die ganze Chemie gründet seit John Dalton darauf. „Ham&#039;s scho an&#039;s g&#039;sehn?“, fragte Mach im breiten Wienerisch, wenn ihm jemand mit der Hypothese kam, Atome gäbe es wirklich. Ludwig Boltzmann aber brauchte unbedingt Atome als Beleg für seine Statistische Mechanik, mit der thermodynamische Prozesse ihre Erklärung finden.&lt;br /&gt;
Dieser Kontroverse zum Trotz respektierten Boltzmann und Mach einander und waren sich jedenfalls darin einig, dass die moderne Naturwissenschaft die klassische Philosophie überflügelt. Hier sind völlig neue Ideen gefragt. Doch weder Mach, der nach einem Schlaganfall seiner geistigen Kräfte weitgehend beraubt war, noch Boltzmann, der in einem Depressionsschub in Duino seinem Leben ein Ende bereitete, war es vergönnt, diesen Anfang zu setzen.&lt;br /&gt;
Die Verlockung, mit der Philosophie wieder ganz von vorn beginnen zu können, überdauerte die Hingänge von Mach und Boltzmann, überdauerte auch die politischen,gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenbrüche, verursacht durch den Ersten Weltkrieg. Der Mathematiker Hans Hahn, der ihm freundschaftlich unddurch Heirat mit seiner Schwester zugleich verwandtschaftlich nahestehende Nationalökonom Otto Neurath und der auf Hahns Betreiben nach Wien berufene Philosophieprofessor Moritz Schlick waren von einem unbezwingbaren Stimulus erfüllt: Sie schicken sich an, die klassische Philosophie, insbesondere die Metaphysik radikal infrage zu stellen. Die umwälzenden Erkenntnisse Albert Einsteins und Max Plancks in der Physik zwingen sie förmlich dazu. Wie einst die Vorsokratiker, wie einst Descartes sind sie von der Mission erfüllt, nur das klare, logische Denken zuzulassen und diesem außergewöhnliche, noch nie da gewesene Bahnen zu erschließen.&lt;br /&gt;
Euklid lehrt, dass drei nicht auf einer gemeinsamen Geraden liegende Punkte einen Kreis definieren, auf dem sie liegen. Hahn, Neurath und Schlick symbolisieren diese dreiPunkte, durch die man sich einen Kreis, den „Wiener Kreis“ gezogen denken darf. Die intellektuell aufregende Geschichte dieses Wiener Kreises, dem in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts neben den drei Protagonisten unter anderen Rudolf Carnap, Herbert Feigl,Philipp Frank, Olga Hahn-Neurath, Victor Kraft, Karl Menger, Kurt Reidemeister, Friedrich Waismann angehört haben und der durch seine Besucher Willard Van Orman Quine und Alfred Jules Ayer die spätere Philosophietradition Großbritanniens und der Vereinigten Staaten prägen sollte, erzählt Karl Sigmund akribisch und zugleich mitreißend, stichhaltig und zugleich einfühlsam in seinem Buch „Sie nannten sich Der Wiener Kreis. Exaktes Denken am Rand des Untergangs“.&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer ist Karl Sigmund für dieses Thema prädestiniert: Schon als Student der späten Sechzigerjahre hörte er, Seite an Seite mit Peter Weibel, Vorlesungen von Bela Juhos, dem Einzigen aus dem Wiener Kreis, der damals noch am Philosophischen Institut vortrug. Später, als Professor für Mathematik an der Universität Wien, arbeitete er viele Jahr lang in einem Büro, das am selben Gang lag wie der Sitzungsraum des Wiener Kreises, und wurde Stammgast in den Kaffeehäusern, in denen sich nach den Sitzungen Hahn, Neurath, Schlick und die anderen trafen. Fast täglich führte Sigmunds Weg über die Strudlhofstiege, mit ihren Assoziationen an das von Doderer beschriebene Wien des frühen 20.Jahrhunderts. Natürlich hat die Universität Wien, die im Rahmen ihres 650-Jahr-Jubiläums in einer Ausstellung des Wiener Kreises gedenkt, sich an Karl Sigmund mit der Bitte gewandt, er möge diese zusammen mit Friedrich Stadler kuratieren. Es liegt im Wesen einer solchen Ausstellung, dass dem Umfeld des Wiener Kreises breitester Raum gegeben wird.&lt;br /&gt;
Dies ist auch bei dem vorliegenden Buch der Fall: von Einstein und seinen Wiener Kollegen, die wesentliche Beiträge nicht nur zur Relativitätstheorie, sondern auch zur Quantentheorie der Atome geliefert haben, ist genauso die Rede wie von den Literaten und Künstlern wie Robert Musil, Hermann Broch, Oskar Kokoschka, Adolf Loos und vielen anderen, die auf ihre Weise diesem neuen Denken nachzuspüren versucht haben, bis hin zu Hans Nelböck, dem verblendeten Mörder Schlicks, der mit seinem Pistolenschuss für den endgültigen Ausklang des Wiener Kreises gesorgt hat.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Natürlich steht in Sigmunds Buch jener Philosoph im Zentrum, der wohl der bedeutendste seiner Zunft im 20.Jahrhundert war: Ludwig Wittgenstein. Will man sich beim Wiener Kreis der geometrischen Sprache bedienen, stellt Wittgenstein zweifellos dessen Mittelpunkt dar. Denn sein „Tractatus logico-philosophicus“ wurde jahrelang eingehend von den Mitgliedern des Kreises studiert, stellte er doch das Paradigma der neuen Philosophie dar, die völlig anders als alles bisher Dagewesene ist. „Die Welt ist, was der Fall ist“ – mit diesem lapidaren Satz beginnt der Tractatus und heischt sich an, auf wenigen Seiten alle Probleme der Philosophie zu lösen, sofern diese der rationalen Beschreibung zugänglich und lösbar sind. All dies ohne Bezug auf Platon oder Augustinus oder Kant, sondern mit dem gleichen souveränen Anspruch an Originalität, wie ihn einst die Vorsokratiker oder Descartes hatten.&lt;br /&gt;
Diese selbstbewusste Haltung Wittgensteins imponierte den Mitgliedern des Wiener Kreises. Immer wieder bemühten sie sich, Wittgenstein für ihren Zirkel zu gewinnen. Allein, er wollte von alldem nichts wissen, nichts mit Hahn und der übrigen Clique zu tun haben. Genauso, wie der Mittelpunkt eines Kreises nicht auf ihm liegt, hat es Wittgenstein abgelehnt, sich zum Wiener Kreis zu gesellen – und war mit dieser Haltung, was er immer sein wollte: gnadenlos konsequent. Denn in ihrer Euphorie übersahen die Mitglieder des Kreises, dass Wittgenstein dessen Programm, nur das Unbezweifelbare und auf die Logik Rückführbare als Gegenstand von Untersuchungen zuzulassen, verachtete. „Alle Sätze der Logik sagen aber dasselbe. Nämlich nichts“, schrieb er als Satz 5.43 im „Tractatus“. Was Wittgenstein wirklich interessiert hat, war das, was über den rationalen Diskurs hinausgeht, worüber man nicht sprechen kann, was sich bloß zeigt – und genau dies haben die an den Wiener Kreis Gehefteten verabscheut.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Wittgenstein bemühte sich Karl Popper, in den Wiener Kreis aufgenommen zu werden. Er fand keinen Einlass. Selbst Sigmund, der für fast alle von ihm mit großer Sorgfalt beschriebenen Protagonisten warme Empathie spüren lässt, musste in seinem Buch Popper wohl oder übel so vorstellen, wie er war: anmaßend und von sich selbst maßlos überzeugt. Mit seinem von Sokrates entlehnten Diktum „Ich weiß, dass ich nichts weiß, und nicht einmal das“ verbarg er seine Hybris mit getarnter Bescheidenheit bloß kokett. Die beiden Renegaten Poppers, Thomas Kuhn und Paul Feyerabend, entlarvten dessen Anspruch, trotz seiner Nichtzulassung zum Wiener Kreis dessen Programm mit seiner Falsifikationsidee in eine neue Richtung gelenkt zu haben, als verfehlt.&lt;br /&gt;
Viel interessanter ist ein zweiter Protagonist in Sigmunds Buch, der dem Wiener Kreis nahestand, aber über ihn hinaus in andere Richtungen gedacht hat, ähnlich wie es in der Geometrie bei der Tangente an einem Kreis der Fall ist: Kurt Gödel. Schweigsam nahm er an Sitzungen des Wiener Kreises teil, dachte sich seinen Teil und ließ die anderen reden. Dieser tiefe mathematische Denker war überzeugt, dass die Verachtung der Metaphysik durch den Wiener Kreis einen Irrweg darstellt. Er fühlte sich nicht „zu irgendeinem Aspekt der intellektuellen Atmosphäre des 20.Jahrhunderts zugehörig“. Leibniz war sein Idol. Sein Blick richtete sich auf eine Zukunft, die einen ganz anderen Anfang, einen neuen Zauber versprach. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Karl Sigmund&lt;br /&gt;
Sie nannten sich Der Wiener Kreis&lt;br /&gt;
Exaktes Denken am Rand des Untergangs. 362 S., zahlr. Abb., €20,60&lt;br /&gt;
(Springer Spektrum Akademischer Verlag, Berlin)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Presseaussendung der Universität Wien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
htp://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/ausstellung-der-universitaet-wien-der-wiener-kreis-exaktes-denken-am-rand-des-untergangs/&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/33&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Wiener Kreis&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/34&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Universität Wien&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/19&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Aktuell&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 31 May 2015 20:37:31 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Gast</dc:creator>
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 <title>Briefe und Feldpost von Paul Wittgenstein an Neffen Ludwig Wittgenstein (1914-1923)</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/node/36</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak06.jpg?itok=I1bELYKA&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak06.jpg?itok=I1bELYKA&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;380&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 06&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;Es handelt sich um den Autographen-Bestand HAD 1277/9-1 bis 13 + 1277/10-1. In Ihm befinden sich demnach 14 Dokumente, z. T. aus Oberalm, zwischen 1914 und 1923 an Ludwig Wittgenstein (auch einige Briefe an das Militärkommando Krakau).&lt;br /&gt;
Paul Wittgensteins Verhältnis zu seinem Neffen war ein besonders „inniges“. Dieses Wort ziert durchgehend seine Briefe: „Dein Dich innig liebender Onkel“ oder auch der Satz „Dein [Ludwigs] Kontakt mit mir ist unverlierbar[…].“&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Villa in Oberalm besonders aufschlussreich ist jener Brief vom 25. Oktober 1914 ins Feld, in dem Paul mitteilt, dass er „in Oberalm […] links von Deinem [Ludwigs] Zimmer die beiden rückwärtigen Zimmer für 4 Verwundete eingerichtet“ habe. Paul berichtet in seiner Korrespondenz weiters über seinen Bruder Karl, den Vater Ludwigs, auch vom eigenen Sohn Hermann, der im Ersten Weltkrieg in Sarajevo stationiert war. Onkel Paul berichtet überdies von seinen Lektüren: u.a. Arthur Schopenhauer, Augustinus, den Upanischaden des Veda, Einsteins Relativitätstheorie, Johann Peter Hebels „Schätzkästlein“  oder über seine physikalischen und technikgeschichtlichen Interessen sowie seine Reisen u. a. nach Rom.&lt;br /&gt;
Im Juni 1921 lädt Paul seinen Neffen erneut nach Oberalm ein: „je eher – je früher um so lieber!“ Aus Oberalm lässt er Ludwig im Juni 1921 wissen, dass Sohn Hermann mit seiner Familie in Oberalm einziehen werde. Im Oktober 1921 wendet er sich erneut an Ludwig und schickt ihm in einem Paket „die Sachen, die Du in Oberalm gelassen hast u. ein Messer, das ich für Dich in Salzburg gekauft habe.“&lt;br /&gt;
Noch im gleichen Monat 1921 zeichnet er in seinen Brief an Ludwig sogar ein Miniatur-Selbstporträt und kommentiert es mit den Worten: „So etwa sehe ich jetzt aus“.Nachdem Sohn Hermann in der Villa eingezogen war, kam Vater Paul nach Oberalm auf Besuch: „Den Juli [1922] gedenke ich in Oberalm zu verbringen.“ Paul, der ungemein begabte Maler (Autodidakt), lebte seit 1921 u.a. in Aigen bei Salzburg und lud dort auch bekannte Musiker ein, um etwa Bläserquintette zu spielen (etwa Mozarts Es-Dur-Quintett).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Sei herzlichst gegrüßt liebster Ludwig von Deinem Dich liebenden Onkel Paul“ (1. März 1923)    &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;„Es wäre wirklich schade, wenn damit wieder ein Stück Erinnerungskultur an Ludwig Wittgenstein verschwindet, wie es ja beinahe auch mit dem Wittgenstein-Haus im 3. Bezirk passiert wäre. Die Bedeutung von Onkel Paul und speziell diesem Haus in Hallein wird auch von den Wittgenstein-Biographen […] eingehend gewürdigt.“ &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Dr. Alfred SCHMIDT, Wissenschaftlicher Assistent, Generaldirektorin - Österreichische Nationalbibliothek&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 10 Dec 2014 04:34:03 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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 <title>Auswahl-Bibliographie und Links</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/bibliographie-und-links</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Maria%20Bussmann-Bilder%20%C2%A9_trak01.jpg?itok=-uArL-54&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Maria%20Bussmann-Bilder%20%C2%A9_trak01.jpg?itok=-uArL-54&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;373&quot; alt=&quot;http://www.mariabussmann.org/dr_trak.html&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 01&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Primärliteratur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914-1916. Philosophische Untersuchungen. 1. Aufl., Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1989 (= Ludwig Wittgenstein. Werkausgabe Band 1 – Werkausgabe in 8 Bänden:&lt;br /&gt;
Band 2: Philosophische Bemerkungen&lt;br /&gt;
Band 3: Ludwig Wittgenstein und der Wiener Kreis&lt;br /&gt;
Band 4: Philosophische Grammatik&lt;br /&gt;
Band 5: Das Blaue Buch. Eine Philosophische Betrachtung (Das Braune Buch)&lt;br /&gt;
Band 6: Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik&lt;br /&gt;
Band 7: Bemerkungen über die Philosophie der Psychologie. Letzte Schriften über die Philosophie der Psychologie&lt;br /&gt;
Band 8: Bemerkungen über die Farben. Über Gewißheit. Zettel. Vermischte Bemerkungen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ludwig Wittgenstein: Prototractatus. An early version of tractatus logico-philosophicus. Ed. by B.F. McGuinness. 1. publ., London [u.a.]: Routledge &amp;amp; Kegan 1971&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ludwig Wittgenstein: Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychoanalyse und religiösen Glauben. Zusammengestellt und herausgegeben aus Notizen von Yorick Smythies, Rush Rhees und James Taylor von Cyril Barrett. Deutsche Übersetzung von Ralf funke. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2000&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ludwig Wittgenstein: Tagebücher und Briefe – Briefsammlung Ludwig von Ficker, Stanislaus Jolles, Adele Jolles, Rudolf Koder, Ludwig Hänsel – online-Publikation&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Titel in chronologischer Ordnung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
1960 – Beiheft 1. Ludwig Wittgenstein. Mit Beiträgen u.a. von Ingeborg Bachmann, Paul Feyerabend, Erich Heller, Bertrand Russell, George H. von Wright. 1. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1960 (2. Aufl. 1972)&lt;br /&gt;
1978 – Wolfgang Stegmüller: Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie. Eine kritische Einführung. Band 1. Kap. XI.: Ludwig Wittgenstein  Stuttgart: Alfred Kröner 1978 (=Kröners Taschenbuchausgabe Bd. 308), S. 524–696 (!), Bibliographie, S. 717–720&lt;br /&gt;
1986 – Georg Henrik von Wright: Wittgenstein. Übersetzt von Joachim Schulte. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1986 (Oxford: Basil Blackwell 1982), u.a. zur Entstehung des Tractatus&lt;br /&gt;
1988 – Brian McGuiness: Wittgensteins frühe Jahre. Übersetzt von Joachim Schulte. 1. Aufl.,  Frankfurt am Main: Suhrkamp 1988.&lt;br /&gt;
1990 – Wittgenstein UND Philosophie/Literatur. Hg. Von Wendelin Schmidt-Dengler, Martin Huber, Michael Huter. Wien: Edition S im Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1990 (u.a. mit Beiträgen zu Literarischen Aspekten der Schriften Ludwig Wittgensteins, zu Wittgensteins Einfluss auf die „Wiener Gruppe“, zur Philosophie der Dichtung und Dichtung der Philosophie, zu Wittgenstein und Goethe, u.a. von Rudolf Haller, Joseph Peter Stern, Michael Huter, Burghart Schmidt,  Oswald Wiener, Gisela Steinlechner, Wendelin Schmidt-Dengler, Martin Huber)&lt;br /&gt;
1991 – Dieter Mersch (Hg.): Gespräche über Wittgenstein. Wien: Passagen Verlag 1991 (mit Stephan Toulmin, Brian McGuiness, Joachim Schulte, Rudolf Haller, Jaakko Hintikka, J. Christoph Nyiri)&lt;br /&gt;
1994 – Jacques Bouveresse: Poesie und Prosa: Wittgenstein über Wissenschaft, Ethik und Ästhetik. Berlin: Parerga 1994.&lt;br /&gt;
1998 – Justus Noll: Ludwig Wittgenstein und David Pinsent. De andere Liebe der Philosophen. 1. Aufl., Berlin: Rowohlt 1998.&lt;br /&gt;
1999 – Anthony C. Grayling: Wittgenstein Aus d. Engl. von Reiner Ansén. Dt. Erstausg. Freiburg im Breisgau, Wien [u.a.]: Herder 1999. (= Meisterdenker der abendländischen Geschichte I), Herder-Taschenbuch)&lt;br /&gt;
2000 – Felix Gmür: Ästhetik bei Wittgenstein. Über Sagen und Zeigen. Freiburg (Breisgau) [u.a.]: Alber 2000. (= Alber-Reihe Philosophie).&lt;br /&gt;
2000 – Josef Speck (Hg.): Grundprobleme der großen Philosophen. Philosophie der Gegenwart. Frege, Carnap, Wittgenstein, Popper, Russell, Whitehead. Mit einer Einführung „Die Sprache der Logik“ von Wilhelm K. Essler . 4. Aufl.  2000. Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht.(UTB für Wissenschaft. Uni-Taschenbücher Nr. 147)&lt;br /&gt;
2000 – Martin Alber (Hg.): Wittgenstein und die Musik. Innsbruck: Haymon 2000 (=Brenner-Studien Band XVII. Hg. Von Walter Methlagl und Allan Janik). Briefwechsel Wittgenstein – Koder; Martin Alber: Josef Labor und die Musik der Wittgenstein-Familie; Martin Alber: „Jetzt brach ein ander Licht heran …“. Über Aspekte des Musikalischen in Biographie und Werk Ludwig Wittgensteins&lt;br /&gt;
2000 – Rolf Wiggershaus: Wittgenstein und Adorno. Zwei Spielarten modernen Philosophierens. Göttingen: Wallstein-Verl.  2000. (= Essener kulturwissenschaftliche Vorträge 9).&lt;br /&gt;
2000 – Wittgenstein-Studien. Deutsche Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, DLWG. Frankfurt a. M.,  Wien [u.a.]: Lang 2000&lt;br /&gt;
2001 – Andreas Geschkowski: Die Entstehung von Wittgensteins „Prototractatus“. Bern: Inst. für Philosophie, G. Grasshoff 2001 (=Bern studies for the history and philosophy of science)&lt;br /&gt;
2001 – Inge Steutzger: „Zu einem Sprachspiel gehört eine ganze Kultur“. Wittgenstein in der Prosa von Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard. 1. Aufl., Freiburg im Breisgau: Rombach, 2001. (= Rombach Wissenschaften. Reihe Cultura 20).&lt;br /&gt;
2001 – Rudolf Haller (Hg.): Wittgenstein und die Zukunft der Philosophie. Eine Neubewertung nach 50 Jahren (Akten des 24. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 12. bis 18. August 2001, Kirchberg am Wechsel). Wien: öbv &amp;amp; hpt 2002. (= Schriftenreihe der Wittgenstein-Gesellschaft  Nr. 30).&lt;br /&gt;
2001 – Thomas H. Macho: Wittgenstein. Ausgew. u. vorgestellt von Thomas H. Macho. München  Dt. Taschenbuch Verl. 2001. (dtv  Nr. 30693: Philosophie jetzt!).&lt;br /&gt;
2001 – Allan Janik: Wittgenstein’s Vienna revisited. New Brunswick, NJ [u.a.]: Transaction Publ. 2001&lt;br /&gt;
2002 – Kurt Wuchterl: Handbuch der analytischen Philosophie und Grundlagenforschung. Von Frege zu Wittgenstein. Bern, Wien [u.a.]: Haupt 2002.&lt;br /&gt;
2003 – Christian Kanzian (Hg.): Personen. Ein interdisziplinärer Dialog. Akten des 25. Internationalen Wittgenstein-Symposiums (11. bis 17. August 2002, Kirchberg am Wechsel Wien: öbv &amp;amp; hpt, 2003. (= Schriftenreihe der Wittgenstein-Gesellschaft Nr. 31)&lt;br /&gt;
2005 – Friedrich Stadler (Hg.): Zeit und Geschichte. Beiträge des 28. Internationalen Wittgenstein Symposiums (7.–13. August 2005, Kirchberg am Wechsel. Österr. Ludwig-Wittgenstein-Ges.) 2005. (= Beiträge der Österreichischen Ludwig-Wittgenstein-Gesellschaft Nr. 13)&lt;br /&gt;
2006 – John Gibson (Hg.): Wittgenstein und die Literatur. Übers. von Martin Suhr. Deutsche Erstausgabe, 1. Aufl., Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006. 518 Seiten (!) (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft  Nr. 1782).&lt;br /&gt;
2007 – Günter Abel/Matthias Kross/Michael Nedo (Hg.): Ludwig Wittgenstein: Ingenieur – Philosoph – Künstler. 1. Aufl., Berlin: Parerga 2007 (= Wittgensteiniana 1)&lt;br /&gt;
2007 – James K. Wright: Schoenberg, Wittgenstein and the Vienna Circle. 2. ed. Bern, Wien [u.a.] Lang, 2007. (= Varia musicologica 6).&lt;br /&gt;
2009 – Tetens Holm: Wittgensteins „Tractatus“. Ein Kommentars. Stuttgart: Reclam 2009 (Reclams Universal-Bibliothek 18624)&lt;br /&gt;
2010 – Alexander Waugh: Das Haus Wittgenstein. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie. Aus dem Engl. von Susanne Röckel. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verl 2010&lt;br /&gt;
2010 – Georg Römpp: Ludwig Wittgenstein. Eine philosophische Einführung. Köln, Wien [u.a.]: Böhlau 2010.&lt;br /&gt;
2010 – Hans-Johann Glock: Wittgenstein-Lexikon. Aus dem Engl. übers. von Ernst Michael Lange, 2., unveränd. Aufl., Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2010.&lt;br /&gt;
2012 – Ilse Somavilla (Hg.): Begegnungen mit Wittgenstein. Ludwig Hänsels Tagebücher 1918/19 und 1921/22. 1. Aufl., Innsbruck, Wien: Haymon-Verlag 2012 (mit einem Beitrag von Ilse Somavilla: „Traurig wie die Töne seiner Klarinette ...&quot;)&lt;br /&gt;
2012 – Michael Nedo (Hg.): Ludwig Wittgenstein. Ein biographisches Album. München. C. H. Beck 2012&lt;br /&gt;
2012 – On Wittgenstein. Edited on behalf of the Internationale Ludwig Wittgenstein Gesellschaft. Berlin [u.a.]: de Gruyter 2012&lt;br /&gt;
2014 – Oskari Kuusela (Hg.): The Oxford Handbook of Wittgenstein. Reprint. Oxford [u.a.]: Oxford Univ. Press  2014. (824 Seiten)&lt;br /&gt;
2014 – Wilhelm Baum: Wittgenstein im Ersten Weltkrieg. Die „Geheimen Tagebücher“ und die Erfahrungen an der Front (1914–1918). Klagenfurt, Wien: Kitab-Verlag 2014.&lt;br /&gt;
2015 – Joachim Schulte (Hg.): Wittgenstein-Handbuch: Leben. Werk. Wirkung. Stuttgart [u.a.]: Metzler 2015.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
➢	Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft: &lt;a href=&quot;http://www.alws.at/de/index.php/alws/view/einfuehrung/&quot;&gt;http://www.alws.at/de/index.php/alws/view/einfuehrung/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
➢	Internationale Ludwig Wittgenstein Gesellschaft e.V: &lt;a href=&quot;http://www.ilwg.eu/&quot;&gt;http://www.ilwg.eu/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
➢	The Wittgenstein Archives at the University of Bergen (WAB): &lt;a href=&quot;http://wab.uib.no/&quot;&gt;http://wab.uib.no/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
➢	The Cambridge Wittgenstein Archive: &lt;a href=&quot;http://www.wittgen-cam.ac.uk/&quot;&gt;http://www.wittgen-cam.ac.uk/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
➢	Sammlung Ludwig Wittgenstein. Forschungsinstitut Brenner Archiv. Universität Innsbruck (Leitung. Univ. Prof. Mag. Dr. Ulrike Tanzer): &lt;a href=&quot;http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/archiv/wittgenstein.html&quot;&gt;http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/archiv/wittgenstein.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
➢	Ludwig Wittgenstein: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein&quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/31&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Bibliographie&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 03 Dec 2014 17:28:19 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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 <title>Ingeborg Bachmann über Ludwig Wittgenstein</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/node/30</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak02.jpg?itok=NiGfooCj&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak02.jpg?itok=NiGfooCj&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;http://www.mariabussmann.org/dr_trak.html#&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 02&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;„Als vor zwei Jahren Ludwig Wittgenstein in Cambridge starb, erschien in einigen Wiener Blättern eine kurze Notiz: ,Im Alter von ... verschied in ... der bekannte Philosoph.. .’ Nun, er war keineswegs bekannt; er war eigentlich der unbekannteste Philosoph unserer Zeit, ein Mann, auf den ein Wort seines Landsmannes Karl Kraus zutrifft, der von sich einmal sagte: ,Ich bin berühmt, aber es hat sich noch nicht herumgesprochen’.“ &lt;em&gt;(Ingeborg Bachmann: Zu einem Kapitel der jüngsten Philosophiegeschichte. In: Frankfurter Hefte 1953, Heft 7)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Im Wiener Kreis hat man sich […] darauf beschränkt, sich an das augenfällige Motto des Tractatus zu halten: ,... und alles, was man weiß, nicht bloß rauschen und brausen gehört hat, läßt sich in drei Worten sagen.’ Die logische Analyse der Sprache wurde vervollkommnet, einem ,Einheitssystem  der wissenschaftlichen Erkenntnis’ vorgearbeitet, einer Universalsprache, wie sie schon Leibniz anstrebte, in die alle wissenschaftlichen Teilsprachen übersetzbar sein sollen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der modernen Mathematik und Physik wurde eine Lücke im philosophischen Denken unserer Zeit, geschlossen. […] ,Gott offenbart sich nicht in der Welt’ (6. 432) Ist einer der bittersten Sätze des Tractatus. Aber läßt Wittgenstein uns nicht wissen, daß die sittliche Form, die wie die logische nicht darstellbar ist, sich zeigt und Wirklichkeit ist? ,Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen’, sagt er am Ende und meint eben diese Wirklichkeit, von der wir uns kein Bild machen können und dürfen. Oder folgerte er auch, daß wir mit unserer Sprache verspielt haben, weil sie kein Wort enthält, auf das es ankäme?“ &lt;em&gt;(Ingeborg Bachmann: Zu einem Kapitel der jüngsten Philosophiegeschichte. In: Frankfurter Hefte 1953, Heft 7)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 02 Dec 2014 00:13:49 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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 <title>Erich Heller über Ludwig Wittgenstein</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/node/29</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak03.jpg?itok=-9U4hieK&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak03.jpg?itok=-9U4hieK&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;381&quot; alt=&quot;http://www.mariabussmann.org/dr_trak.html#&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 03&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;„Was für eine Art Mensch war Ludwig Wittgenstein? Will man eine Antwort, die schnell bei der Hand ist, eine voluminöse, undeutliche und wahre: Ein Mann von seltenem Genie. Unter allen Worten, die sich der Definition entziehen – also wohl einfach unter allen Worten – tut dies das Wort ,Genie’ am hartnäckigsten. Wie anders aber soll man einen Mann bezeichnen, der ein Logiker von höchstem Rang war; ein Stilist, dessen Prosa schön ist durch intellektuelle Passion und disziplinierte Klarheit (vielleicht bedarf&#039;s nur großen Talents, um in irgendeiner anderen Sprache solche Prosa zu schreiben: im Deutschen aber bedarf&#039;s der Genialität); ein Ingenieur von vielversprechenden Fähigkeiten, der während der kurzen Zeit, in der er&#039;s war, nicht Unbeträchtliches leistete; der Architekt eines vorbildlichen Wohnhauses; ein begabter Bildhauer; ein Musiker, der, hätte er diesen Beruf gewählt, wahrscheinlich ein außerordentlicher Kapellmeister geworden wäre; ein Einsiedler, der monatelang die strengsten Übungen des Denkens und der Einsamkeit ertrug; ein Reicher, der die Armut wählte; ein Professor in Cambridge, der dachte und lehrte, aber weder dozierte noch dinierte. Auch war er ein Österreicher, der sich die englische Philosophie untertänig machte.“ &lt;em&gt;(Erich Heller: Ludwig Wittgenstein. Unphilosophische Betrachtungen. In: Merkur, Heft 142, 1959)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Wie Weininger wußte auch Wittgenstein, daß Denken nur als Akt des sittlichen Handelns Geltung hat, und der Gedanke, der keine Brücke ist vom Persönlichsten zum Überpersönlichsten, nur ein Schemen ist und schales Spiel; wie Adolf Loos verwarf er allen Zierat und alle Kostümfestlichkeiten des Geistes und forderte die Konzentration auf die reinsten Linien der intellektuellen Architektur; wie Karl Kraus glaubte er an die unauflösliche Verbundenheit aller Formen des Lebens, des Denkens und Fühlens mit den Formen der Sprache (,Ethik und Ästhetik sind Eins’, schrieb Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus – und es gibt keine vollkommenere Formel für das künstlerische Credo von Karl Kraus); und was Kafka und Musil betrifft, so wäre ein Vergleich zwischen ihrer Art zu schreiben (und also zu erkennen) und derjenigen Wittgensteins gewiß ebenso ergiebig wie der Vergleich zwischen ihm und Lichtenberg, und wäre umso aufschlußreicher, als da von ,Einfluß’ nicht die Rede sein kann, abgesehen von den anonymen und eigentümlich österreichischen Einflüsterungen jenes Zeitgeists, welcher sogar eine Familienähnlichkeit schuf zwischen den logischen Strukturen, Motiven und Intentionen von Wittgensteins Tractatus und Schönbergs Musiktheorie: denn es ist auch Schönbergs Überzeugung, daß die ,Sprache’ seines Mediums, der Musik, das höchste Niveau der logischen Notwendigkeit erreichen müsse, wo sie vor allen Zufällen und Willkürlichkeiten des Gefühls bewahrt bliebe.“ &lt;em&gt;(Erich Heller: Ludwig Wittgenstein. Unphilosophische Betrachtungen. In: Merkur, Heft 142, 1959)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 02 Dec 2014 00:10:16 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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 <title>Zur Entstehung des Tractatus</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/node/27</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak04.jpg?itok=3eLz_20C&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak04.jpg?itok=3eLz_20C&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;381&quot; alt=&quot;http://www.mariabussmann.org/dr_trak.html#&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 04&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;Erst 2001 hat sich Andreas Geschkowski in seinem Buch „Die Entstehung von Wittgensteins Prototractatus“ in den „Bern Studies in the History and Philosophy of Science“ mit dieser in der Oberalmer Villa seines Onkels Paul geleisteten Arbeit auseinandergesetzt, indem er nicht nur die Entstehungsgeschichte des „Prototractatus“ nachzeichnet, sondern damit auch die Grundlagen für eine vergleichende Analyse des „Prototractatus“ mit dem „Tractatus logico-philosophicus“ schafft. Wichtige Dokumente zur komplexen Entstehungsgeschichte von Wittgensteins „Logisch-philosophischer Abhandlung“ befinden sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek. Dazu gehören etwa das „Gmunden Typoskript“ (Ts 204), aber auch Briefe von Onkel Paul Wittgenstein, dem Besitzer des Hauses, an Ludwig Wittgenstein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der „Tractatus logico-philosophicus“ bedeutet eine fundamentale sprachkritische Wende in der Philosophiegeschichte: „Alle Philosophie ist Sprachkritik’“. (Tractatus) Es ist kein Zufall, dass einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) für „Spitzenforscherinnen aller Fachdisziplinen“ nach Ludwig Wittgenstein benannt ist (bis zu 1,5 Millionen EUR) und darüber hinaus sowohl die internationale als auch mehrere nationale Wissenschaftsgesellschaften (z. B. Österreich, Großbritannien, Norwegen, Ungarn) seinen Namen tragen. Der verstreute Wittgenstein-Nachlass wird u. a. vom „Cambridge Wittgenstein Archive“, vom Innsbrucker Brenner-Archiv und von den „Wittgenstein Archives at the University of Bergen“ verwaltet und bearbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus. In: Ders.: Werkausgabe Band 1. 1. Aufl., Suhrkamp 1989 (Zuerst in: Annalen der Naturphilosophie. Hg, von Wilhelm Ostwald, Band 14. Heft 3-4, 1921 – Zweisprachige Ausgabe (Englisch/Deutsch), London: Routledge and Kegan Paul 1922 (mit einem Vorwort von Bertrand Russell. Engl. Übersetzung von F. P. Ramsey und C. K. Ogden – 1933 deutscher Text/Neuauflage, von Wittgenstein korrigiert)&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Dem Andenken meines Freundes David H. Pinsent gewidmet.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Motto: „… und alles, was man weiß, nicht bloß rauschen und brausen gehört hat, läßt sich in drei Worten sagen“ (Ferdinand Kürnberger 1821–1879: Flucht aus Österreich, Exilant 1848; Romancier, Erzähler, kulturpolitische und gesellschaftskritische Arbeiten, sprachkritische Aufsätze, insofern Vorläufer von Karl Kraus)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Das Buch behandelt die philosophischen Probleme und zeigt – wie ich glaube – daß die Fragestellung dieser Probleme auf dem Mißverständnis der Logik unserer Sprache beruht. Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.“ &lt;em&gt;(Wittgenstein: Tractatus, Vorwort, Wien 1918)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Die Grenze wird also nur in der Sprache gezogen werden können und was jenseits der Grenze liegt, wird einfach Unsinn sein. Wieweit meine Bestrebungen mit denen anderer Philosophen zusammenfallen, will ich nicht beurteilen. Ja, was ich hier geschrieben habe, macht im Einzelnen überhaupt nicht den Anspruch auf Neuheit; und darum gebe ich auch keine Quellen an, weil es mir gleichgültig ist, ob das was ich gedacht habe, vor mir schon ein anderer gedacht hat. Nur das will ich erwähnen, dass ich den großartigen Werken Freges und den Arbeiten meines Freundes Herrn Bertrand Russell einen großen Teil der Anregung zu meinen Gedanken schulde.“&lt;em&gt; (Wittgenstein: Tractatus, Vorwort, Wien 1918)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3.262 Was in den Zeichen nicht zum Ausdruck kommt, das zeigt ihre Anwendung. Was die Zeichen verschlucken, das spricht ihre Anwendung aus. &lt;em&gt;(Tractatus)&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4.0031 Alle Philosophie ist „Sprachkritik“ &lt;em&gt;(Tractcatus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4.01 Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit. Der Satz ist ein Modell der Wirklichkeit, so wie wir sie uns denken. &lt;em&gt;(Tractatus)&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6.371 Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, dass die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien. So bleiben sie bei den Naturgesetzen als bei etwas Unantastbarem stehen, wie die Älteren bei Gott und dem Schicksal. Und sie haben ja beide Recht, und Unrecht. Die Alten sind allerdings insofern klarer, als sie einen klaren Abschluss anerkennen, während es bei dem neuen System scheinen soll, als sei alles erklärt. &lt;em&gt;(Tractatus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6.44 Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern dass sie ist. &lt;em&gt;(Tractatus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 01 Dec 2014 19:58:06 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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 <title>Ludwig Wittgenstein und die Kunst</title>
 <link>http://villa-wittgenstein.net/node/19</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;og:image rdfs:seeAlso&quot; resource=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak05.jpg?itok=W2tGucJ4&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;http://villa-wittgenstein.net/sites/default/files/styles/large/public/field/image/trak05.jpg?itok=W2tGucJ4&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;378&quot; alt=&quot;http://www.mariabussmann.org/dr_trak.html#&quot; title=&quot;Maria Bussmann © Drawings to Wittgenstein´s Tractatus 05&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;Wittgensteins lebenslange Zuneigung zu den Künsten äußerte sich auf vielfältige Weise: Nachdem er 1913 nach dem Tod seines Vaters, ein ungemein reiches Erbe hatte antreten können und dessen Mäzenatentum weiterführen wollte, übergab er Teile davon – immerhin 100.000 Kronen (etwa EUR 500.000) – dem Herausgeber der in Innsbruck erscheinenden jungen Zeitschrift „Der Brenner“ (seit 1910), Ludwig von Ficker (1880–1967), mit der Bitte, diesen immensen Betrag anonym an herausragende zeitgenössische Dichter zu verteilen. Ficker entschied sich u. a. für Georg Trakl, Rainer Maria Rilke, Carl Dallago, Oskar Kokoschka, Else Lasker-Schüler, Adolf Loos und Theodor Däubler. Wittgenstein wollte Trakl sogar noch an der Ost-Front besuchen, aber kam zu spät: Trakl war schon verstorben. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Intensiv und wegweisend beteiligte sich Wittgenstein ab 1926 auch an der architektonischen Gestaltung des neuen Wittgenstein-Hauses in der Kundmanngasse/Wien, das seine Schwester Gretl in Auftrag gegeben hatte. Er modellierte Plastiken, er musizierte und hielt als Professor für Philosophie in Cambridge Debatten über Fragen und Probleme der Ästhetik ab (1940) – mitten im Krieg. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„O, warum ist mir zumute, als schrieb ich ein Gedicht, wenn ich Philosophie schreibe?“ heißt es in einem Typoskript aus 1943/44 und schon 1931 notiert er – in berechtigtem Zweifel an den Möglichkeiten traditionellen philosophischen Sprachgebrauchs, metaphysischer Methoden und in Bewunderung der Sprache der Musik: „Es gibt Probleme, an die ich nie herankomme, die nicht […] in meiner Welt liegen. Probleme der Abendländischen Gedankenwelt, an die Beethoven (und vielleicht teilweise Goethe) herangekommen ist und mit denen er gerungen hat, die aber kein Philosoph je angegangen hat (vielleicht ist Nietzsche an ihnen vorbeigekommen).“ Womöglich haben ihm hier auch die Erinnerungen an Trakl, Rilke, Kokoschka oder Lasker-Schüler die Feder geführt. Jedenfalls hat Wittgenstein seit seinem „Prototractatus“ immer wieder zu Fragen und Problemen der Musik publiziert. Die geistigen Prägungen für sprach- und formbewusste Dichterinnen und Dichter sind jedenfalls immens: Keine Texte etwa der Ingeborg Bachmann ohne die Erfahrung Wittgenstein und keine sprachthematisierende und -experimentierende Literatur ohne die fundamentale Sprachtheorie Wittgensteins.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ludwig Wittgensteins Erkenntnis der Zeichen- und „Sprachspiele“ der Wissenschaften mündete in seinen späten „Philosophischen Untersuchungen“ in die fundamentale Würdigung der Künste, und zwar als jeweils spezifische „Sprachspiele“. Diese verstand er als Ausdruck von „Lebensformen“, in denen Worte, Begriffe, Zeichenfolgen und Sätze ihre jeweiligen, nicht-fixierten Bedeutungen durch die in den unterschiedlichen kommunikativen Gebrauchssituationen geltenden Regeln erhalten.&lt;br /&gt;
vgl. u.a. Jacques  Bouveresse: Poesie und Prosa: Wittgenstein über Wissenschaft, Ethik und Ästhetik. Berlin: Parerga 1994.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Tags:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/themen-alt&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Thema&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot; rel=&quot;dc:subject&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/taxonomy/term/21&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Kunst&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Sun, 16 Nov 2014 23:00:00 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Karl Müller</dc:creator>
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